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Der Kreisverband "KSK" Aue 1952 - 1959 und die Kreisorganisation des "VKSK"

Seit dem Jahr 1949 wurden innerhalb der "Kleingartenhilfe des FDGB" eigenständige Kreis- organisationen der Kleingärtner und Siedler in den Ländern der damaligen DDR gebildet, (ab 1952 in den Bezirken), die Kleintierzüchter waren bis 1952/53 bei den VdgB (BHG) organisiert.

Als logische Konsequenz auf das "unpolitische" Gartenwesen der Frühzeit und der Weimarer Republik und auf die ideologischen Trümmer in den Köpfen der Gärtner aus den 12 Jahren Nationalsozialismus und des verlorenen Krieges, sollte die Politik der Arbeiterklasse, des "Arbeiter- und Bauernstaates", auch im Garten- und Siedlungswesen ihren Ausdruck finden.

Entfernt von früherer "Vereinsmeierei" entwickelte man in den Sparten, an diesen Begriff hatte man sich im Laufe der Zeit gewöhnt, ein Kollektivverhalten, dem sich der Egoismus des Einzelnen unterordnete.

Auf vordergründige politische Schulungen reagierte man verhalten oder ablehnend.

Geht man von Gärtnern oder Siedlern aus, so wurden bedeutende Leistungen in den Anlagen erbracht, wie der Bau von Gartenheimen, Materialgebäuden, Wasserleitungen, Elektro-installationen und anderem.

Bei den Züchter war es im wesentlichen das Organisieren des Zuchtwesens, sind Ausstellungen, die Futtergewinnung oder der Bau von Gemeinschaftszuchtanlagen beachtenswert.

Nicht vergessen sollte man Geld- und Sachspenden, NAW-Leistungen, Patenschaften bei Schulen, Alters- und Pflegeheimen.

Die Produkte der Gärtner und die Erzeugung aus der Tierhaltung wurden im Laufe der Jahre zu festen Planungsgrößen in den volkswirtschaftlichen Bilanzen. (Pflichtablieferung von Eiern).

Die Abgabe an den staatlichen oder genossenschaftlichen Handel wurde honoriert durch Aufkaufgarantie, staatlich gestützte Aufkaufpreise, Ausgabe von Futtermitteln nach festen Regelsätzen, Anteile für Baumaterial und anderem mehr.

Die Bereitstellung von Grund und Boden auf Rest- und Splitterflächen wurde unter Berufung auf Parteitagsbeschlüsse großzügig gehandhabt, oft gegen warnende Hinweise der Bodenrechtler.

Die enormen Schwierigkeiten, unter denen die Zusammenfügung so unterschiedlicher Sparten (Fachrichtungen) wie Gärtner und Züchter anfangs gelitten hat sowie Probleme bei der Beschaffung von Material, Ausrüstungen usw., ziehen sich durch alle vorhandenen Protokolle oder zugängigen Vereinschroniken dieser mehr als 45-jährigen Entwicklung.

Mit Auswertung und Zusammenfassung solcher Berichte soll, unter Beachtung des chronologischen Ablaufes, diese Niederschrift der Kreisverbands-Chronik fortgesetzt werden.

Die Kreiskonferenz am 20.4.1952 im Vereinsheim "Gartenlaube" am Eichert.

Der 1951 gewählte Kreisvorstand gab Rechenschaft über den Berichtszeitraum und legte einen Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr 1952 vor.

Dem Rechenschaftsbericht war ein politisches Referat des Kollegen Erwin Nagel (CDU) vom Verein Lumbachtal vorangestellt. Er wies in seinen Ausführungen auf die bevorstehenden Wahlen zum Kreisrat und zum Stadtverordnetenkollegium hin und gab das Versprechen, als Stadtrat die Interessen der Kleingärtner zu vertreten. Durch einen Wählerauftrag wurde er verpflichtet, in Bezug auf Pachtpreise wirksam zu werden.

Auf Anfrage nahm der Kreisvorsitzende Ernst Weiß zu dem Stand der Rückübertragung fremdgenutzter Gartenheime an die Kleingartenvereine Stellung.

Für das Jahr 1952 wurden ein Arbeitsplan und ein Finanzplan beschlossen, nachdem eine Vermögensübersicht des Jahres 1951 als ordentlich befunden worden war. Eine Ergänzungswahl zum Kreisvorstand und die Wahl von 6 Mitgliedern zum Revisionsausschuß fanden statt.