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Geschäftsbericht über das Jahr 2012

Bericht des Vorstandes
Liebe Verbandsfreundinnen, liebe Verbandsfreunde,
sehr geehrte Abgeordnete und Gäste,
sehr geehrter Herr Landrat!
In wenigen Tagen, am 1. April, begeht das Bundeskleingartengesetz sein 30-jähriges Bestehen. Über die Entstehung der Gesetzlichkeiten zum Kleingartenrecht bis hin zum Bundeskleingartengesetz haben wir Ihnen hier eine Auswahl vorgestellt.
Eine Vielzahl der Bundesbürger hat von diesem Gesetz kaum etwas gehört. Die, die es kennen, hoffentlich viele Kleingärtner, interpretieren es sehr unterschiedlich.
Einmal als „ein Gesetz aus dem vergangenen Jahrhundert“, überaltert, überholungsbedürftig.
Andere, die den richtigen Umgang mit dem Bundeskleingartengesetz pflegen, erkennen den praktischen Wert für uns Kleingärtner. Es sollte uns eine gewisse Sicherheit geben, im Bestand, der Festsetzung der Pacht, Kündigungsschutz und Entschädigung bei Inanspruchnahme.
Aber wie erlebten die Kleingärtner aus den neuen Bundesländern das Bundeskleingartengesetz, gewissermaßen als „Quereinsteiger“?
Die „politische Wende“ machte nicht vor den Kleingärtnern halt, die Euphorie des Aufbruchs in die „neue Zeit“ übertrug sich auch auf unsere Gartenfreunde, der bisherige Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter, kurz VKSK,  mit seinen zwölf verschiedenen Fachrichtungen, war in dieser Form zum Untergang verurteilt.
An der Basis dagegen drängten die Kleingärtner auf schnelle Veränderung. Einige liefen einfach weg, siedelten in die alten Bundesländer über aber ihr Eigentum blieb auf der Parzelle zurück. „Unbekannt verzogen“, lautete meist die Auskunft des Meldeamtes. Später, mit dem Einsetzen der bisher nicht möglichen Reiselust, tauschten viele Gartenfreunde den Spaten gegen den Reisekoffer ein.
Der Zentralverband des VKSK verfiel zunächst in Sprachlosigkeit, mit dem Slogan: „Gut Ding will Weile haben“ wurden sie dann von der Wirklichkeit „überrollt“.
Der avisierte Beitritt zur Bundesrepublik brachte bei einigen Kleingärtnern die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Der Begriff „Freiheit“ wurde mit absoluter Freiheit verwechselt, die Bautätigkeit uferte bei einigen Gartenfreunden aus und die kleingärtnerische Nutzung wurde dagegen heruntergefahren. Der Trend wechselte vom Nutzgarten immer mehr zum Erholungsgarten.
Die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, einer der bis dahin größten Verpächter, kündigte alle Verträge über Kleingartenanlagen. Sie waren zu keinem Zeitpunkt Bodeneigentümer, sondern hatten bis dahin per Gesetz die Verfügungsgewalt über Grund und Boden der Bauern.
Nun sollten wir als Zwischenpächter neue Verträge mit diesen Personen abschließen. Die wenigstens von ihnen hatte Interesse, sie hofften auf attraktivere Verwertungsmöglichkeiten, wie Bau- oder wenigstens Bauerwartungsland.
Da sich Räumungsklagen häuften, stoppte der Gesetzgeber diese Situation durch den Erlass zweier gesetzlicher Moratorien, diese sicherten den Pächtern ihre Gärten zunächst bis zum 31.12.1994. Das Schulrechtsanpassungsgesetz und das Sachenrechtsbereinigungsgesetz brachten dann die allmähliche Anpassung an das bundesdeutsche Recht.
Diese Situation herrschte in den Jahren der „politischen Wende“ auf dem Gebiet des Kleingartenwesens in fast allen neuen Bundesländern vor. Die Wenigsten wusste wie es weitergehen sollte, denn der „eiserne Vorhang“ war zu DDR-Zeiten so dicht, dass kaum jemand wusste, ob es in der BRD überhaupt Kleingartenanlagen gab.
Mit dem Einigungsvertrag zwischen BRD und DDR wurde uns dann endlich eine Rechtsgrundlage in die Hand gegeben - das Bundeskleingartengesetz. Die Lage beruhigte sich etwas, denn zunächst war gesichert, dass es auch weiterhin das Kleingartenwesen geben wird.
Die Hauptaufgabe der Verbände bestand nun darin dieses neue Rechtsverständnis „rüberzubringen“, zunächst an die Vorstände der Vereine. Es bestand allgemein ein großer Informationsbedarf, deshalb waren die Schulungsveranstaltungen während dieser Zeit des Umbruches stets überfüllt. Das waren unsere ersten Berührungen mit dem Bundeskleingartengesetz, das es nunmehr erst oder schon 30 Jahre gibt.

Und wie steht es um das Kleingartenwesen in Sachsen? Kämpften wir in den 90-er Jahren noch um jede Parzelle, so diskutieren wir jetzt um Leerstand und Rückbau. Die Wartelisten die es zu VKSK-Zeiten gab, wandelten sich nach und nach in Leerstand um. Betroffen sind meist die ländlichen Gegenden und hier wiederum die kleinen Vereine. Sind hier fünf Parzellen nicht verpachtet, so können es durchaus gleich 50 % der Anlage sein. Für eine größere Anlage dagegen fallen fünf Parzellen kaum ins Gewicht.
In jüngster Vergangenheit lösten sich so die Kleingartenvereine „Frohe Zukunft“ in Niederdorf mit 13 Parzellen auf, der Bereich II  in der Kleingartenanlage „Anger“ in Oelsnitz mit 8 Parzellen und „Erholung“ in Bockau mit 11 Parzellen. Bei den letzteren spielten auch zänkische Nachbarn und Bodeneigentümer eine entscheidende Rolle. Die Redewendung: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben …“ bestätigte sich hier wieder erneut.
Der richtige Umgang mit dem Leerstand gewinnt zunehmend an Bedeutung, es gibt hier kein einheitliches Konzept sondern ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Kommunen, die Erarbeitung einer gemeinsamen Entwicklungskonzeption, wie ist die Demografische Entwicklung in diesem Bereich, Zuzug, Abgang, Industrie, Schulen, Kindereinrichtungen usw.
Genauso wichtig ist die Konsequenz des Vorstandes beim Pächterwechsel. In der heutigen Situation kann man keinen Pächter so einfach „ziehen lassen“, der Kleingärtner trägt die Verantwortung für sein Eigentum! Dabei ist es völlig uninteressant, ob dieser es selbst gepflanzt und errichtet hat oder ob es vom Vorgänger erworben wurde - es ist sein Eigentum.
Die Mindestanforderung dabei muss somit sein, alles zu entfernen was geltendem Recht widerspricht, dazu gehört auch und insbesondere die Beachtung der Rahmenkleingartenordnung des Landesverbandes, sie ist Bestandteil des Unterpachtvertrages. Ebenso natürlich auch die Gartenordnung des jeweiligen Vereines, da diese die Rahmenkleingartenordnung ergänzt oder auf territoriale Besonderheiten eingeht.
Der neue Pächter muss entsprechend „Treu und Glauben“ davon ausgehen, dass die ihm übergebene Parzelle allen gesetzlichen Erfordernissen entspricht.
Ist kein Nachpächter vorhanden geht es darum, das gesamte Eigentum restlos zu entfernen. Mit den ersten Unterpachtverträgen des LSK wird dieses jedoch nur schwer zu realisieren sein, aus diesem Grund empfehlen wir die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle in Aue.
Kommt es doch einmal zur Teilkündigung und Rückgabe von Grund und Boden an den Eigentümer, wird dieser im Zweifelsfall nur ein geräumtes Grundstück, frei vom Eigentum Dritter, übernehmen. Sind Grundstücke nicht beräumt, dann obliegt diese Aufgabe den verbliebenen Kleingärtnern, die dann auf eigene Kosten und durch eigene Arbeit die Beräumung vornehmen müssen. Bei der Neuvergabe sollten, besonders bei größeren Leerständen, zunächst Parzellen in der Mitte der Anlage vergeben werden, um ggf. leergezogene Randbereiche an den Grundeigentümer zurückgeben zu können.

Aber auch neue Wege sollten gesucht werden. Was hält besonders junge Leute von der Übernahme eines Gartens ab? Wir meinen es könnte daran liegen, dass:
•    Im Verein kaum etwas los ist,
•    es zu viele Zwänge, Bevormundung,
•    hohe Einstiegskosten gibt,
•    der Beruf schnellen Ortswechsel erfordert und
•    die Gartenabgabe zu langwierig ist.
An uns ist es nun Lösungen zu finden, die einen Kompromiss bilden zwischen dem „Möglichen“ und dem „Machbaren“, mögen die Ergebnisse heute auch noch gewöhnungsbedürftig klingen, das sind zum Beispiel:
•    Schnuppergärten
•    Gärten der Begegnung
•    Senioren- und Therapiegärten
•    Gärten für Behinderte
•    Kurzzeitgärten
•    Streuobstwiesen
•    Partygärten, Grillplätze
Natürlich müssen dazu die rechtlichen Rahmenbedingungen gefunden und festgelegt werden. Entsprechende Vereinbarungen sind zu fixieren und abzuschließen. Denkbar wäre es, ein Großteil dieser Bereiche den Freiflächen zu zuordnen, d. h. die Verantwortung trägt dann schon der Verein insgesamt.
Für interessierte Vorstände könnten dazu Workshops organisiert und gewonnene Erfahrungen ausgetauscht werden. Bedenken und Vorurteile sind zu diskutieren aber nicht über zu bewerten.
Auch dem bisher Bewährten ist weiter Aufmerksamkeit zu schenken, besonders den Jugendprojekten wie z. B. im Kleingartenverein „Frisch Grün“, zusammen mit dem christlichen Kindergarten „Kastanie“ in Oelsnitz. Dieses Projekt wurde in jüngster Vergangenheit vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und auch von unserem Verband gefördert.
Weiterhin tragen Maßnahmen in Verbindung mit der ARGE, den jeweiligen Kommunen oder dem Job-Center in Aue dazu bei, den Rückbau und andere Maßnahmen in Vereinen zu forcieren. Gute Erfahrungen sammelten dabei einige Vereine der Stadt Aue, wie z. B. der Naturheilverein „Prießnitz“, die Kleingartenvereine „Bergeshöhe“, „Heiterer Blick“ und andere. Leider lässt die Unterstützung dieser vorgenannten Einrichtungen immer mehr nach, in einigen anderen Verbänden jedoch, wie z. B. in  Zwickau/Land oder Werdau nimmt sie dagegen zu.
All diese Maßnahmen werden das Problem „Leerstand“ nicht lösen, tragen aber dazu bei, es etwas zu entspannen und die Öffentlichkeit für das Thema „Kleingartenwesen“ zu sensibilisieren und vielleicht doch den Einen oder Anderen für einen Kleingarten zu begeistern. Wer nicht auf sich aufmerksam macht, gewinnt auch keinen Nachwuchs!
Leider mussten wir in diesem Zusammenhang auch negative Erfahrungen sammeln, der Lidl Markt in Oelsnitz beabsichtigte auf einem Teilbereich in der Kleingartenanlage „Anger“ Oelsnitz einen Großmarkt zu errichten. Noch im Oktober des Jahres 2010 sollte alles sehr schnell gehen, die Kleingärtner möglichst bald ihre Parzellen verlassen. Plötzlich änderte sich die Meinung von Lidl und die Kleingärtner sollten durchaus noch ihre Parzellen ein Jahr nutzen. Bis sich Lidl dann ganz aus dem Vertrag mit dem Bodeneigentümer verabschiedete! Zwischenzeitlich hatten die Kleingärtner überstürzt ihre Parzellen verlassen, ohne eine Entschädigung erhalten zu haben. EDEKA sprang ein und wollte auf dem gleichen Standort bauen, wenn die Kleingärtner auf 50 % ihrer Entschädigungssumme verzichten würden. Sie willigten ein. Dieser Kompromiss wäre fast gut ausgegangen, wenn da nicht Lidl 800 m² bebauen wollte, EDEKA jedoch 1.300 m² Fläche benötigen würde. Die Stadt Oelsnitz sagt „Nein“, mit Rücksicht auf die kleinen und mittleren Geschäfte der Stadt wird dieses Vorhaben abgelehnt.
Wieder wird also  ein Streit auf den „Rücken der Kleinen“ ausgetragen. Daraus sollten wir lernen, dass die Kleingärtner möglichst bis zum Ende auf ihren Parzellen bleiben, denn das eben Geschilderte  ist kein Einzelfall. In Zwickau, Dresden und anderen Städten war es ebenso. Mit dieser Art von Maßnahmen wird der Leerstand nicht verringert, sondern um Einiges vergrößert.

 
Liebe Anwesende,
der Volksmund behauptet, Streitigkeiten fördern die Entwicklung.
Damit sind gewiss nicht diese gemeint, die sich über Jahre hinziehen, beleidigend gegenüber ehrenamtlich Tätigen werden, die neben dem Beruf  ihre freie Zeit für den Verein opfern.
Streitigkeiten haben enorm zugenommen und die Auseinandersetzungen werden gleichfalls härter geführt. Einzelne Kleingärtner terrorisieren über Jahre Vorstände und machen ihnen das Leben schwer. Hier ein paar Beispiele.
Seit 1995, mit zeitlichen Unterbrechungen, beschäftigt und beschimpft ein Gartenfreund, seinen Vereinsvorstand,  sodass dieser zwischenzeitlich fast komplett gewechselt hat, aber das ist kein Hinderungsgrund für diesen Gartenfreund seine „Aktivitäten“ fortzusetzen. Zwischenzeitlich bemüht er noch einen Rechtsanwalt, um seine Forderungen durchsetzen zu können. Seine Parzelle ist jedoch vorbildlich gestaltet und bestens gepflegt, somit gibt es keinen Kündigungsgrund. Die Auseinandersetzungen werden sich somit auch im Jahr 2013 fortsetzen.
Ein zweiter Fall. Ein ehemaliger Vereinsvorsitzender, hoch gebildet, tyrannisiert seit 2010 den neuen Vorstand für Fehler, die er während seiner Amtszeit zum Teil selbst begangen hat. Zum anderen werden Schlussfolgerungen gezogen, die jeglicher rechtlicher Grundlage widersprechen. Er erhob beim Registergericht Widerspruch gegen die Eintragung des neuen Vorstandes und ließ bei der Sparkasse die Vereinskonten sperren. Seitens des Kreisvorstandes, in Zusammenarbeit mit dem Vertragsrechtsanwalt, ist dieser Fall in Bearbeitung und ebenfalls noch nicht abgeschlossen.
Einmalig, vielleicht sogar innerhalb des Landesverbandes, ist ein Fall von Stalking!
Geführt von einem abgebenden Pächter, dessen Parzelle aufgrund eigenen Verschuldens nicht neu vergeben werden konnte. Der Vereinsvorsitzende und seine Ehefrau wurden bis zur Arbeitsstätte verfolgt, Postwurfsendungen bei allen Bewohnern im Hauseingang (Hochhaus) vorgenommen, Faxe an die Arbeitsstätte geschickt, Zettel in die verschlossenen Aushängekästen des Vereins eingebracht und ein sehr großes, weithin lesbares Schild, in seiner Parzelle aufgestellt.
Sogar unser Geschäftsführer und eine Richterin des Amtsgerichtes Aue wurden vom Stalker bei der Polizei angezeigt. Drei seiner bisher vertretenden Rechtsanwälte haben das Mandat zwischenzeitlich niedergelegt. Auch dieses Verfahren wird noch lange nicht abgeschlossen sein!
Ebenso häufen sich die Verfahren zur Räumung der Parzelle und die gerichtlichen Mahnverfahren. Es bestätigt sich damit, dass die Entscheidung der Delegierten zur Jahreshauptversammlung 2007 zum Abschluss einer Rechtschutzversicherung für den gesamten Verband richtig war und sich zwischenzeitlich vielfach bewährt hat.
In diesem Zusammenhang möchte ich informieren, dass es seit Anfang 2013 eine Änderung in der Rechtsschutzversicherung gibt, dazu wird der Geschäftsführer in seinem Vortrag entsprechende Informationen geben.


Liebe Gartenfreunde, sehr geehrte Gäste,
Wettbewerbe und Leistungsvergleiche zeigen den Stand der Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Die eingebrachten Initiativen sind eine Investition an die Zukunft des jeweiligen Vereines, denn es wird aufgezeigt, wo die Stärken, aber auch die Schwächen Teilnehmer liegen.
Wettbewerbe fördern Initiativen im Verein besonders in Vorbereitung des jeweiligen Ereignisses. Darüber hinaus winkt dem Sieger eine akzeptable finanzielle Anerkennung. Ich denke auf diesem Gebiet haben wir in unserem Erzgebirgskreis Einiges erreicht und sind hier auf dem richtigen Weg, denn Wettbewerbe sind nicht in jedem Landkreis selbstverständlich.
Im Jahr 2012 lobte der Landrat erneut den Wettbewerb um die schönste Kleingartenanlage aus. Insgesamt bewarben sich 16 Teilnehmer, aus unserem Verband nahmen teil:
•    Der Gartenbauverein „Volksgesundheit“ Stollberg e. V.
•    Kleingartenverein „Prießnitz“ Zwönitz e. V.
•    Kleingartenverein „Eichert“ Aue e. V.
•    Naturheilverein „Prießnitz“ Aue e. V. und
•    Der Gartenverein „Clara Zetkin“ Bad Schlema e. V.
Nach der Bereisung durch die Wettbewerbskommission wurden zunächst vier Kleingartenanlagen im Vorausscheid nominiert:
•    „Südhang“  Grünhain
•    „Prießnitz“ Zwönitz
•    „Waldfrieden“ Annaberg und
•    „An der Aue“ Zschopau
Im Rahmen der Kreistagssitzung am 10. Oktober 2012 wurden die eben Genannten in feierlicher Form auch in dieser Reihenfolge ausgezeichnet. Zwischen dem ersten und zweiten Platz war nur ein Punkt Unterschied, also ein sehr knappes Ergebnis. Glückwunsch und herzlichen Dank an die Mitglieder des Kleingartenvereins „Prießnitz“ in Zwönitz zu diesem guten Ergebnis.
Aber auch der zweite und dritte Platz auf Verbandsebene soll eine Ehrung erhalten, das sind:
•    Der Gartenbauverein „Volksgesundheit“ in Stollberg mit 129 Punkten und
•    der Gartenverein „Clara Zetkin“ in Bad Schlema mit 114 Punkten.
Auch ihnen den Glückwunsch von dieser Stelle aus. Die Ehrung der Wettbewerbsteilnehmer erfolgt im TOP „Auszeichnung“.
Natürlich haben sich unser Sieger, der Naturheilverein „Prießnitz“ in Zwönitz, und weiterhin der Kleingartenverein „Frisch Grün“ in Oelsnitz mit seinem Kinderprojekt, für den diesjährigen Landeswettbewerb „Gärten in der Stadt“ beworben. Wir wollen ihnen Erfolg für ihr Vorhaben wünschen.
Um unseren Wettbewerb auf der Ebene des Landkreises künftig noch attraktiver zu gestalten, führte die Wettbewerbskommission am 11. Februar 2013 eine Problemdiskussion mit den vier Verbänden des Erzgebirgskreises durch. Es wurde ein Konsens für den neuen Entwurf des nächsten Wettbewerbsaufrufes gefunden, der nach Abstimmung mit unserem Landrat, Herrn Vogel,  dann allen Vereinen übermittelt wird.
Dabei hoffen wir natürlich auf entsprechender Resonanz von ihnen allen.

Auf entsprechende Resonanz und vor allem Mitarbeit hoffen wir auch in kommender Zeit von den Kleingartenvereinen in und um Oelsnitz. Die Landesgartenschau in Löbau hat im vergangenen Jahr die Tore geschlossen, dies ist gleichzeitig der Startschuss für die Nächste im Jahr 2015 in Oelsnitz. Die ersten Gespräche wurden bereits geführt, von den Kleingärtnern die für die Landesgartenschau einen Teil ihrer Fläche zur Verfügung stellen werden, liegt deren Zustimmung vor. Über einen studentischen Wettbewerb wird die beste Gestaltungsvariante gesucht und dann in der Praxis umgesetzt werden.
Für die restlichen Kleingartenparzellen der Stadt Oelsnitz bedeutet das eine Gestaltung der Gärten entsprechend der Rahmenkleingartenordnung des Landesverbandes. Um das zu erreichen ist geplant, Treffen mit der Stadtverwaltung Oelsnitz, den Vereinen und dem Kreisverband zu organisieren.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres gehörte neben dem Wettbewerb auch der 8. Verbandstag des LSK. Dieser beschloss u.a. die Bildung eines Hilfsfonds für Vereine, die aufgrund von Naturkatastrophen in Not geraten sind. Glaubt man den Meteorologen, soll sich die Situation in den kommenden Jahren noch verschärfen.
Gespeist wird dieser Fonds durch eine Umlage für die Jahre 2013 und 2014 von je 10 Cent der an die Mitglieder verpachteten und kleingärtnerisch genutzten Parzellen.
Weiterhin wird dieser Hilfsfonds jährlich durch eine Rücklage aus der Haushaltabrechnung des LSK ab 2013 bestückt, darüber hinaus ggf. durch Spenden und Zuwendungen oder weiteren Umlagen.
Der Vorstand unseres Kreisverbandes hat beschlossen, um eine Belastung der Vereine zu vermeiden, diese Umlage für die Jahre 2013 und 2014 aus den Haushaltsmitteln des Verbandes zu tragen. Sollten, was bisher nicht vorgesehen ist, durch den LSK für diesen Fonds weitere Mittel benötigt werden, dann wird in unserem Verband über diese Finanzierung neu entschieden.

Sehr geehrte Anwesende,
die Tätigkeit des Vorstandes war im Einzelnen auf der Grundlage der Satzung des Kreisverbandes auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet:
•    auf die weitere Festigung der Zusammenarbeit mit dem Landesverband und bei Notwendigkeit mit dem Bundesverband. Ziel war und ist einheitliche Rahmenbedingungen für das sächsische Kleingartenwesen zu schaffen und als Solidargemeinschaft die gemeinsamen Interessen zum Wohle unserer Kleingärtner durchzusetzen.
•    auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, den Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie mit den Fraktionen des Kreistages
•    auf die Unterstützung der Vereine bei ihren satzungsgemäßen Aufgaben zur Sicherung der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit
•    auf eine wirksame fachliche und rechtliche Betreuung der Vorsitzenden und der übrigen Vorstandsmitglieder
•    auf eine öffentlichkeitswirksame Darstellung des Verbandes und seiner gemeinnützigen Ziele und Aufgaben
•    auf die Zusammenarbeit mit anderen Kreis- und Regionalverbänden, insbesondere den drei Verbänden des Erzgebirgskreises, und natürlich auch mit unserem Partnerverband in Solingen.  
Grundlage für die gesamte Schulungstätigkeit des Kreisverbandes ist der jährlich erstellte und von der Jahreshauptversammlung bestätigte Schulungsplan. Dieser ist in Zusammenarbeit mit einzelnen Bereichen des Kreisvorstandes erarbeitet worden. Dazu gehört die Fachberatung des Kreisvorstandes, die unter Leitung des Kreisfachberaters, GF Peter Köhler, steht.
Mit der Einführung der neuen Wertermittlungsrichtlinie des LSK im Jahr 2011 wurden die Wertermittler unseres Verbandes rechtzeitig mit den Änderungen der Richtlinie vertraut gemacht und nunmehr über Erfahrungen und Ergebnisse informiert. Ebenso wird die  Ausbildung neuer Wertermittler stetig fortgesetzt, 2012 wurden erstmalig interessierte Gartenfreunde aus den Verbänden Annaberg und Hohenstein-Ernstthal mit ausgebildet.
Hauptinhalte des Schulungsplanes waren neben den fachspezifischen Inhalten natürlich der Umweltschutz, die Rechtsfragen und, wie bereits eben genannt, die Weiterbildung der Wertermittler, sowie die Ausbildung neuer Wertermittler.
Die Anzahl der angeforderten Vorträge, die Kreisvorstandsmitglieder in den Vereinen hielten, erhöhte sich. Waren dies in der Vergangenheit mehr Rechtsfragen, so verschob sich jetzt der Schwerpunkt etwas mehr zum fachlichen Gebiet. Aber auch der Wunsch nach Themen des Umweltschutzes ist lobenswert und hat zugenommen. Der Vorstand hat den Eindruck, dass diese Form der Schulungsveranstaltungen von den Gartenfreunden dankbar angenommen wird.
Spricht man über die rechtliche und fachliche Beratung der Mitglieder kommt man sicherlich im Laufe der Diskussion auf die Verbandsfachzeitschrift „Der Gartenfreund“. Für fachlich-kompetente und sachlich-richtige Beratung der Mitglieder, ist das Fachorgan ein „MUSS“!
Deshalb sollte das Verbandsorgan für alle Vereinsvorstandsmitglieder zum Arbeitsmaterial gehören, denn die Veröffentlichungen sind rechtsverbindlich und nicht nur für die Arbeit der Vorstände die Grundlage.

Liebe Gartenfreunde, sehr geehrte Gäste,
mit der Einladung zur heutigen Jahreshauptversammlung ist allen Vereinen und den Vorstandsmitgliedern der Entwurf für die neue Satzung des Kreisverbandes übergeben worden. Dazu gab es vier Meinungsäußerungen, worüber unser Geschäftsführer im TOP 5  sprechen wird. Weiterhin gibt es die Möglichkeit Anfragen zu stellen.
Ich möchte meinen Dank, im Namen des Kreisvorstandes, an alle Vereinsvorstände richten und für die geleistete ehrenamtliche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr herzlich danken.
Wir wissen ihre Unterstützung zu schätzen und sind auf die Zuarbeit der Vereine immer wieder angewiesen.

Darum möchten wir die hier anwesenden Vertreter der Vereinsvorstände, die zu den besonders aktiven Vereinen unseres Verbandes gehören, bitten, diesen Dank in ihren eigenen Verein weiterzutragen.
Unsere Zusammenarbeit sollte sich auch im Gartenjahr 2013 in bewährter Weise fortsetzen, insbesondere mit Sicht auf die Vorbereitung der Landesgartenschau und darüber hinaus.
Am Ende des Geschäftsberichtes möchte ich mich im Namen des Vorstandes natürlich auch bei den Mitgliedern des Kreisvorstandes, den Kassenprüfern und nicht zuletzt bei den Mitarbeitern unserer Geschäftsstellen für ihre Arbeit herzlich bedanken.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit